In unserer DRK-KiTa „Wunderwelt“ am Lechtenweg hat kürzlich eine besondere Projektwoche stattgefunden, die aus Sicht der DRK KiTa gGmbH eindrucksvoll zeigt, wie gelebte Pädagogik Gemeinschaft, Teilhabe und persönliche Entwicklung fördern kann. Ein rot-blaues Zirkuszelt verwandelte die Wiese vor der Einrichtung für eine Woche in eine lebendige Manege, in der die Kinder im Mittelpunkt standen. Für die DRK KiTa gGmbH war dieses Projekt kein kurzfristiges Angebot, sondern das Ergebnis einer längeren konzeptionellen Vorbereitung. KiTa-Leiterin Alica Mehring betont, dass die Idee über mehrere Jahre hinweg gewachsen sei. Ziel war es, ein gemeinsames, einrichtungsübergreifendes Erlebnis zu schaffen, das alle Kinder gleichermaßen erreicht und einbindet. Bereits der Aufbau des Zirkuszeltes wurde bewusst als Teil des pädagogischen Prozesses verstanden. Gemeinsam mit dem Team der KiTa sowie Eltern wurde das Zelt errichtet. Aus Sicht des DRK stand dabei von Beginn an der Gemeinschaftsgedanke im Vordergrund: Zusammenarbeit, Beteiligung und das gemeinsame Gestalten eines besonderen Lern- und Erfahrungsraums.
Im Verlauf der Woche arbeiteten die Kinder in verschiedenen Zirkusdisziplinen wie Akrobatik, Balancieren, Jonglage, Feuerkunst und Clownerie. Begleitet wurden sie dabei vom Team des Projektzirkus ZappZarap, das mit einem klaren pädagogischen Konzept arbeitet. Im Mittelpunkt steht dabei nicht die perfekte Darbietung, sondern das Erleben von Selbstwirksamkeit, Mut und Teamarbeit. Auch aus Sicht der KiTa zeigt sich hier der besondere Mehrwert: Kinder sollen erfahren, dass sie sich etwas zutrauen können und gemeinsam mit anderen Herausforderungen bewältigen. Fehler und Unsicherheiten wurden dabei bewusst als Teil des Lernprozesses zugelassen.
Gemeinsames Erlebnis innerhalb der DRK-Familie
Besonders hervorgehoben wird aus Sicht der DRK KiTa gGmbH die aktive Rolle des pädagogischen Teams. Die Mitarbeitenden waren nicht nur begleitend tätig, sondern selbst Teil der Trainings- und Übungsprozesse in der Manege. Eine vorbereitende Fortbildung unterstützte das Team dabei, sich auf die neue Rolle einzustellen und die Kinder aktiv zu begleiten. Diese enge Einbindung führte zu einer veränderten Wahrnehmung im pädagogischen Alltag und stärkte nach Einschätzung der Einrichtungsleitung die Beziehung zwischen Kindern und Fachkräften.


Ein weiterer Bestandteil der Projektwoche war ein Mitmachkonzert im Zirkuszelt, das bewusst für mehrere Einrichtungen der DRK KiTa gGmbH geöffnet wurde. Neben der „Wunderwelt“ nahmen auch die KiTas „Pusteblume“, „Villa Kunterbunt“ und „Flohzirkus“ teil. Der Musiker Alexander Hauffen aus Wadersloh gestaltete ein offenes Format, bei dem die Kinder aktiv eingebunden wurden. Aus Sicht des DRK wurde damit der Gedanke der Vernetzung innerhalb der KiTa-Familie gestärkt und das Zirkusprojekt über die einzelne Einrichtung hinaus erweitert.


Den Abschluss der Woche bildete dann eine gemeinsame Aufführung im Zirkuszelt, zu der Eltern, Großeltern und Geschwister eingeladen waren. Die Kinder präsentierten ihre erlernten Fähigkeiten in einer etwa einstündigen Vorstellung vor großem Publikum. Aus Sicht der DRK KiTa gGmbH steht dabei nicht die Perfektion der einzelnen Darbietungen im Vordergrund, sondern die individuelle Entwicklung jedes Kindes. Die Projektwoche hat gezeigt, wie stark kreative und bewegungsorientierte Projekte das Selbstvertrauen von Kindern stärken und Gemeinschaft erlebbar machen können.
Hintergrund
Der Projektzirkus „Circus ZappZarap“ aus Leverkusen arbeitet seit über zwei Jahrzehnten mit KiTas, Schulen und sozialen Einrichtungen zusammen. Im Zentrum steht ein pädagogisches Konzept, das Kinder und Jugendliche selbst zu aktiven Gestaltern der Zirkusarbeit macht und insbesondere Selbstvertrauen, Teamfähigkeit und kreative Ausdrucksfähigkeit fördert.
Fotos und Video: B. Brüggenthies