Auszeichnung vorbildlicher Bauten in Nordrhein-Westfalen 2025

Mit einem Festakt ist am 9. Februar 2026 die „Auszeichnung vorbildlicher Bauten in Nordrhein-Westfalen“ verliehen worden. Insgesamt 25 neue oder erneuerte Gebäude und Freiraumgestaltungen aus ganz Nordrhein-Westfalen erhielten eine Würdigung als vorbildliche, richtungsweisende und innovative Bauwerke aus den Händen von Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen, und Ernst Uhing, Präsident der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen. Die „Auszeichnung vorbildlicher Bauten in NRW“ wird alle fünf Jahre an die besten Bauwerke und Objekte der jeweiligen Periode vergeben – dieses Jahr zum zehnten Mal. Die festliche Preisverleihung fand im Düsseldorfer Kunstmuseum K21 statt.

„Der Preis zeigt vor allem auch eines: Bauen ist mehr, als Steine aufeinanderzusetzen – Bauen ist Kultur. Ich gratuliere allen Preisträgerinnen und Preisträgern sehr herzlich“, sagte Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung. Institutionen der Öffentlichen Hand komme eine besondere Verantwortung als Auftraggeberseite zu, so die NRW-Bauministerin. 

Für den Präsidenten der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen ist das Auszeichnungsverfahren stets auch ein Spiegel aktueller Trends im Planen und Bauen. „Viele der ausgewählten Projekte unterstützen das soziale Miteinander in unseren Städten und Gemeinden oder stellen Weiterentwicklungen innerhalb des Gebäudebestands dar. Besonders erfreulich ist es, dass etwa die Hälfte der ausgewählten Projekte aus dem Bereich des geförderten Wohnungsbaus stammen“, erklärte Ernst Uhing, Präsident der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen, im Rahmen der von Susanne Wieseler (u.a. WDR) moderierten festlichen Preisverleihung in Düsseldorf.

Die Bandbreite der „vorbildlichen Bauten“ der vergangenen fünf Jahre reichte vom großen öffentlichen Bauwerk über Wohnsiedlungen und Bürokomplexe bis zu Freiraumgestaltungen und kleinen privaten Wohnhäusern. Insgesamt waren 159 Bauten zu dem Auszeichnungsverfahren eingereicht worden. „Die vorgeschlagenen Arbeiten wiesen durchweg ein hohes Niveau auf, sodass der Jury die Auswahl nicht leicht gemacht wurde“, so Dipl.-Ing. Martin Bez von bez+kock architekten und Jury-Vorsitzender. 

Die 25 ausgezeichneten Bauten stehen in folgenden 16 Kommunen in Nordrhein-Westfalen: Aachen, Alfter, Duisburg, Düsseldorf, Emsdetten, Erftstadt, Essen, Gummersbach, Hamminkeln, Hennef, Ibbenbüren, Köln, Leichlingen, Münster, Wadersloh und Wuppertal.

Ausstellung: Die ausgezeichneten Arbeiten werden in einer Ausstellung in der Architektenkammer.NRW (Zollhof 1, 40221 Düsseldorf) vom 03.03. – 17.04.2026 öffentlich präsentiert.

Dokumentation: Eine Dokumentation mit ausführlichen Informationen zu den Objekten findet sich hier.

Jurybegründung Waldkindergarten in Wadersloh-Liesborn (Auszug):
„Am Rande des Waldes bei der historischen Abtei Liesborn zeigt das Projekt eindrucksvoll, wie Architektur Kindern neue Freiräume eröffnet. Inmitten von Obstbäumen wurde ein Waldkindergarten realisiert, der Naturerlebnis, Gemeinschaft und nachhaltiges Bauen miteinander verbindet. Die beiden Baukörper umrahmen eine alte, prächtige Weide und bilden gemeinsam mit einer Pergola einen geschützten Ort für Aufenthalt und Spiel. Sie dienen den Kindern als Aufenthaltsbereiche und offene Unterstände, die je nach Wetterlage und Aktivität flexibel genutzt werden können. [..] Besonders überzeugend ist der bewusste Umgang mit Materialien. [..] Nachhaltigkeit wird hier nicht nur technisch, sondern auch gestalterisch und atmosphärisch für Kinder erfahrbar gemacht. Die Jury würdigt ein kleines, aber bemerkenswertes Projekt, das Innen- und Außenräume sensibel miteinander verknüpft und sich leise in die Umgebung einfügt. [..] Damit zeigt der Waldkindergarten, dass Architektur auch im kleinen Maßstab soziale Wirkung entfalten, Ressourcen schonen und Perspektiven für eine nachhaltige Baukultur eröffnen kann.“

Fotos: © Ingo Lammert/AKNW und Thomas Becker, Ennigerloh